Affiliate Marketing – Affiliate-Marketing Einführung

Was ist Affiliate Marketing?

Warum verdienen chiasamenessende* Instagram-Influencer und blondierte Pieps-YouTube-Stars in ihren „AboutYou“-Streetstyles in unserem Land mittlerweile auf Chirurgen-Niveau? Die Antwort ist so simpel, wie das intellektuelle Niveau dieser Videos: Affiliate Marketing.

Durch Videos mit Titeln wie „Mein Freund kauft 9 ungewöhnliche Amazon Produkte & ich teste sie“, werden der jungen Zielgruppe täglich neue lebensnotwendige Produkte vorgestellt.

Der Amazon-Link zu jedem ach so tollen Bart-Shampoo*, Augenbrauen-Gel* oder Mitesserentferner-Set * befindet sich schon unter dem Video und die Affiliate-Gelddruckmaschinerie* läuft mit. Bei Amazon können die Verkaufsstrategen sogar bis zu 10 % pro vermitteltem Kauf einstreichen. So generiert man schnell mal Werbeeinnahmen im mittleren vierstelligen Bereich. Für eine junge Influencerin ist das ein riesen Haufen Levis-Shirts*.

Hier ein kleines Inhaltsverzeichnis, damit du dich besser zurecht findest.

  1. Doch wie genau funktioniert Affiliate Marketing
  2. Affiliate – Eine Erfolgsstory
  3. Doch wie kannst DU anfangen mit Affiliate Marketing Geld zu verdienen?
  4. Affiliate Marketing Veranstaltungen 2017

    Doch wie genau funktioniert Affiliate Marketing ?

Laut Definition stellt Affiliate Marketing eine Vertriebsart dar, die auf dem Prinzip der Vermittlungsprovision basiert. Es verbindet den kommerziellen Anbieter, auch Merchant oder Advertiser genannt, mit dem potentiellen Käufer.

Die Schnittstelle zwischen diesen beiden stellt ein Vertriebspartner dar, der als Affliate oder Publisher bezeichnet wird. Dieser baut den sogenannten Affiliate-Link auf seiner Website oder in seinen Blog ein und bewirbt somit das Angebot des Händlers. Der Link enthält einen speziellen Code, durch den der vermittelnde Affiliate eindeutig identifiziert wird.

Außerdem gibt es noch die sogenannten Affiliate-System-Betreiber. Dabei handelt es sich um unabhängige Plattformen, die vor allem die technische Administration sowie die finanzielle Abwicklung übernehmen.

Pay-Per-Click

Doch wie gelangt der Affliate nun an seine Provision? Es werden dabei verschiedene Vergütungsmodelle unterschieden:

Pay-Per-Click
Pay-Per-Click

Eines der gängigsten Modelle ist Pay per Click. Hier wird pro erfolgtem Klick auf einen Link eine Provision ausgezahlt, unabhängig davon ob schließlich ein Kauf getätigt wird. Somit kann hierbei keinerlei Aussage über die Qualität des Traffics getroffen werden. Dieses System kommt also vor allen zum Einsatz um die Reichweite kurzfristig zu erhöhen. Mehrfachklicks verhindert dabei eine integrierte IP-Sperre.

Pay-Per-Sale

Pay per Sale
Pay per Sale

Im Gegensatz dazu wird bei Pay per Sale erst dann eine anteilige Provision ausgezahlt, sobald auch wirklich Umsatz über den Vermittlungslink erzeugt wurde.

Pay-Per-Lead

 

Pay-Per-Lead
Pay-Per-Lead

Ein weiteres Vergütungssystem ist Pay per Lead. Hierbei verdient der Affiliate Geld, sobald ein Kunde einen Lead generiert. Darunter versteht man die Kontaktaufnahme des Kunden zum Anbieter, indem er beispielsweise Kataloge anfordert. Dieses Affiliate Programm eignet sich besonders für beratungsintensive Dienstleistungen und Produkte.

Aber der heilige Gral des Affiliate Marketings sind wohl die Lifetime-Programme. Dabei erhält der Affiliate solange Provisionen, wie der vermittelte Kunde beim Händler Umsätze generiert. Die Nachverfolgung und Wiedererkennung des Kunden ermöglicht dabei das Cookie-Tracking.

Meist kommen diese Lifetime-Systeme zum bewerben von teuren und komplexen Online-Tools und -services zum Einsatz. Sie sind zwar recht selten aber für die Anbieter solcher Services äußerst attraktiv.

Der Affiliate ist motiviert gute und langfristige Kunden an Land zu ziehen, um regelmäßig seine Lifetime-Provision zu kassieren. Und der Händler vermeidet es hohe Provision für einen Kunden zu zahlen, der nach einem Monat wieder kündigt. Ein gutes Geschäft für beide Seiten.

Affiliate Marketing – Eine Erfolgsstory

Auf den Online-Marketing Konferenzen dieser Welt wird sich die Entstehungsgeschichte des Affiliate Marketings unter digitalen Nomaden wie folgt erzählt:

Jeff Bezos ist 1997 auf einer Cocktail-Party von einer Frau gefragt worden, ob es möglich ist Bücher passend zum Thema ihrer Website direkt auf dieser zu verkaufen. Ein Jahr später hatte Amazon bereits 60.000 Partner, die mit ihren fancy Videos und Blogartikeln jede Menge Umsatz für Amazon generierten.

Umsatz Affiliate Marketing

 

Im Jahr 2015 erwirtschaftete der Affiliate Kanal in Deutschland bereits 6,98 Milliarden Euro. Im Folgejahr waren es sogar 7,6 Milliarden. Das entspricht einem Wachstum von 9 %.

2017 komme jetzt ich noch dazu, also sollte der Umsatz auf 10 Milliarden wachsen. Just saying.

Doch wie kannst DU anfangen mit Affiliate Marketing Geld zu verdienen?

Zunächst benötigst du geeigneten Content in dessen Zusammenhang du die Links präsentieren kannst. Nischenwebsites eignen sich dafür beispielsweise hervorragend. Diese sprechen ein gezieltes Segment interessierter Personen an und so kommt es schneller zu einem Kauf.

Hast du bereits eine Seite die ausreichend Traffic erzeugt, solltest du dich auf die Suche nach einem Affiliate Partner machen. Neben Amazon kommen hierfür etliche andere Verkaufsplattformen und Online-Shops in Frage. Eine Übersicht zu möglichen Partnern findest du auf vermittelnden Websites wie zum Beispiel hier.

Nach der Anmeldung und Freischaltung musst du nur noch den Werbemittelcode auf deiner Website einbauen.

Affiliate Marketing Veranstaltungen in 2017

Da Networking super fancy und super wichtig ist findest du hier, die wichtigsten Affiliate Marketing Veranstaltungen in 2017. Da sind auch paar in São Paulo, London und Amsterdam dabei aber hey, mit Affiliate Marketing bist du ja ortsunabhängig und kannst dir diese Reisen ohne mit der Wimper zu zucken leisten.

 

Eine detaillierte Anleitung wie auch DU mit Affiliate Marketing deine erste Mille machen kannst findest du hier 😉

Ich wollt dir nur noch mitteilen das alle Links die mit einem * gekennzeichnet sind, Affiliate-Links sind.

Sämtliche Einnahmen verwende ich zu 100% um Aktien bei der Comdirect zu kaufen.

Das hat jetzt weniger mit Affiliate-Marketing zu tun, aber ich hatte noch einen Affiliate-Link von meiner Online Bank rumfliegen. Deshalb, falls ihr euch mal Aktien kaufen wollt, dann nur hier.

Wir Julia Trinkl und Micha Schmidt hoffen euch mit dieser kurzen Zusammenfassung einen Einblick in das Thema Affiliate Marketing gegeben zu haben.

Dieser Blogpost entstand im Rahmen der E-Commerce Vorlesung an der DHBW Heilbronn. Wäre also super sweet, wenn ihr sämtliche Amazon-Bestellung zukünftig über einen unsere Links tätigen könntet.

 

E-Mail Marketing Checkliste

Checkliste für erfolgreiches E-Mail Marketing

Ist E-Mail Marketing eine Option für euer Unternehmen? Dies findet ihr mit dieser Checkliste ganz leicht heraus.

Je mehr Fragen ihr mit ja beantworten könnt, desto relevanter werden E-Mails für euch.

  • SpE-Mail Marketing Checklisterecht Ihr eure Kunden bereits per Post an?
  • Versendet Ihr regelmäßig eine Kundenzeitschrift, einen Rundbrief oder Produktkataloge?
  • Wollt Ihr bestehende Kunden genauer informieren?
  • Sammelt Ihr bereits E-Mail-Adressen eurer Kunden?
  • Wollt Ihr euren Kunden regelmäßig neue Angebote vorschlagen?
  • Gibt es einen Kollegen, der sich mit dem Thema beschäftigen könnte?
  • Habt Ihr aktuelle Informationen für eure Kunden?
  • Habt Ihr individuelle Informationen für die Kunden?

Eine weitere und ausführlichere Checkliste findet ihr hier.

Wenn ihr mehr über das Thema E-Mail Marketing wissen wollt, besucht unseren Blog Beitrag.

Darüber hinaus findet ihr hier eine Zusammenstellung von ausgewählten Quellen zum Thema E-Mail Marketing.

In 8 Schritten zum E-Mail Marketing Profi

Belanglos, inhaltsleer, nervtötend

Tausende Werbemails überschwemmen tägliche unsere Posteingänge.

Kein Inhalt.  Ohne Message. Ohne Nutzen.
So landen die Mails sofort im Papierkorb.

Aber es geht auch anders!
Wir beantworten euch die wichtigsten Fragen für ein erfolgreiches E-Mail Marketing.

    1. Was ist E-Mail Marketing?
    2. Welche Ziele können mit E-Mail Marketing erreicht werden?
    3. Warum E-Mail Marketing?
    4. 5 Tipps für erfolgreiches E-Mail Marketing
    5. Wie geht E-Mail Marketing?
    6. Wie messe ich den Erfolg von E-Mail Marketing ?
    7. Wohin entwickelt sich E-Mail Marketing?
    8. Fazit: 10 Do´s and Don´ts im E-Mail Marketing

Was ist E-Mail Marketing?

Definition: Unter E-Mail Marketing versteht man den elektronischen und zielgerichteten Austausch von Informationen an die Interessengruppen eines Unternehmens. Dies geschieht in der Regel durch einen Newsletter. Somit lässt sich E-Mail Marketing dem Direktmarketing zuordnen und nimmt eine wichtige Komponente im Online-Marketing-Mix ein.

Welche Ziele können mit E-Mail Marketing erreicht werden?

Wie in jedem Teilbereich der Betriebswirtschaftslehre setzt ein erfolgreicher Einsatz von E-Mail Marketing eine klare Strategie voraus. Aus der Strategie lassen sich die wichtigsten Ziele von E-Mail Marketing ableiten.

Ableitung der Ziele: Unternehmensmission - Unternehmensziele - Marketingziele - E-Mail-Marketing-Ziele
eigene Darstellung über die Ableitung der Ziele

Im Folgendem haben wir eine Auswahl der Ziele, die mit E-Marketing erreicht werden können, zusammengestellt:

  • E-Mail Marketing ZieleNeukundengewinnung
  • Kundenbindung
  • Umsatzsteigerung
  • Traffic steigern
  • Markenbekanntheit steigern
  • Service steigern

Warum E-Mail Marketing?

Im Fokus von E-Mail Marketing steht die Neukundengewinnung und die Bindung bestehender Kunden. Im Vergleich zu klassischen Kommunikationskanälen bietet E-Mail Marketing einige Vorteile:

  • Geringe Versandkosten: Im Vergleich zu herkömmlichen Mailings per Post, entfallen beim E-Mail Marketing nicht nur die Kosten für das Porto, sondern auch die Materialkosten für Umschläge und Papier
  • Hohe Versandgeschwindigkeit: Auch hier ergibt sich ein Vorteil gegenüber Briefmailings. E-Mails sind bereits innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger. Somit wird die Flexibilität gesteigert, der Zeitaufwand reduziert und das Handling vereinfacht. Weiterhin kann das Versenden einer Mailingkampagne auf die Sekunde genau gesteuert werden.
  • Direkter Dialog: Die Möglichkeit zum direkten Dialog mit dem Kunden oder neuen Interessenten zählt zu den großen Stärken des E-Mail-Marketings.
  • Unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten: E-Marketing bietet nicht nur thematisch, sondern auch visuell vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung. E-Mails können neben farblicher Hervorhebungen, auch Links, Bilder und interaktive Elemente beinhalten. Zum Beispiel kann die Werbemaßnahme durch Formulare oder Animationen unterstützt werden. Daraus entsteht eine große Bandbreite von Leistungen, die E-Mails stark personalisiert.
  • Zielgruppen gerechte Ansprache: Aus der personalisierten Gestaltung der E-Mails resultiert die zielgerichtete Ansprache an die unterschiedlichen Zielgruppen des Unternehmens. Somit kann beispielsweise für die Gruppe der Digital Natives ein anderes Design und Funktionsumfang angeboten werden als für die Generation der Baby-Boomer. Durch die daraus entstehende nutzerfreundliche Ansprache wird Kundenbindung und Steigerung der Loyalität erreicht.
  • Umfangreiche Analyse: Professionelle Analyse-Tools bieten eine einfache Erfolgskontrolle der durchgeführten Marketingmaßnahmen. Darüber hinaus findet ihr Informationen zu diesem Punkt in Kapitel 6.

In diesem Video werden euch die wichtigsten Grundlagen zu E-Mail Marketing einfach und verständlich erklärt.

5 Tipps für erfolgreiches E-Mail Marketing

1. Content

Eine zentrale Rolle des E-Mail Marketing spielt der Inhalt der E-Mail. Der Inhalt entscheidet häufig über die Entscheidung des Empfänger, ob ein Mailing geöffnet oder direkt gelöscht wird. Erst wenn es dem Unternehmen gelungen ist, dem Empfänger einen persönlichen Mehrwert zu bieten, wird er nachhaltig die E-Mails des Unternehmens zu öffnen und schließlich mit dem Unternehmen zu interagieren. 

Personalisierung

Wichtige Kriterien für den Inhalt sind:

    • Aufbau: die wichtigsten Elemente müssen direkt oben dargestellt werden. Entscheidend ist auch die Überschrift über Öffnen der Mail.
    • Bedeutung:  muss für den Empfänger deutlich sein.
    • Interaktion: entsprechende Handlungsempfehlungen müssen eingefügt werden. Insbesondere Social Media Shares werden von Nutzer gewünscht.
    • Spam: Vermeidung von Begriffen, die mit Geld oder Gewinn in Verbindung gebracht werden, damit der Newsletter nicht im Spamfach landet.
    • Personalisierung: Der Empfänger muss sich persönlich angesprochen fühlen. Wichtig ist es den Adressaten mit Name anzusprechen.

2. Zeitpunkt

Wann werden E-Mail Newsletter am häufigsten gelesen? Hier seht ihr wann euer Newsletter am erfolgreichsten ist.

Häufigkeit E-Mail Marketing
Erfolgswirksamkeit der E-Mail Kampagne nach Zeit der Versendung

Jedoch ist der richtige Zeitpunkt starke abhängig von eurer Zielgruppe und damit von euren Lesen. Daher muss im Vorfeld geklärt werden, wer mit dem Newsletter erreicht werden soll. Anschließend gilt es zu überlegen wann sich die Zielgruppe im Internet bewegt. Insbesondere gilt es in Businesskunden (B2B) und Endverbraucherkunden (B2C) zu unterschieden. Während Businesskunden ausschließlich während der Büroöffnungszeiten den Newsletter lesen, werden Endverbraucher vor allem abends erreicht.

3. Layout

  • Corporate Design: Hierbei ist es wichtiges sich an dem bestehenden Corporate Design zu orientieren und kein neues Design zu verwenden. Somit kann der Leser dein Unternehmen schneller identifizieren und das Markenbild wirkt einheitlich
  • Struktur: Die Struktur und der Aufbau der E-Mail sollte übersichtlich wirken. Damit wird gewährleistet, dass der Empfänger die Inhalte schnell erfassen kann.
  • Bilder: Da einige E-Mail-Clients Bilder blocken oder nicht herunterladen ist es wichtig darauf zu achten, dass die E-Mail auch ohne Bilder lesbar und verständlich ist. Hierbei gilt eine Faustregel von einem Text-Bild-Verhältnis von  zwei zu eins. Zudem wirkt eine Umsetzung nach diesem Prinzip optisch sehr ansprechenden für den Leser
  • Größe: Es gilt zu berücksichtigen, dass viele E-Mail Programme den Newsletter nur bis zu einer Breite von 600 px anzeigt. Außerdem hat jedes E-Mail Programm eine andere Darstellungsweise. Daher ist es sinnvoll deine eigene Webseite in dem Newsletter zu integrieren, da diese immer universell dargestellt wird.

 4. Mobile

Mobiles E-Mail Marketing

  • Bilddarstellung:
    75% der Smartphone-Besitzer löschen E-Mail sofort, wenn diese nicht korrekt dargestellt werden. Daher gilt es die Darstellung an mobile Endgeräte anzupassen. Um sicherzustellen ob Bilder auch in mobiler Inbox richtig angezeigt wird, solltet ihr Bilder, Grafiken und Buttons mit einem beschriebenen und aktivierenden Alternativ-Text versehen. Somit wird dieser Alternativ-Text angezeigt, falls das Bild nicht geladen wird
  • Konzentration:
    Nutzer von Smartphones und Tablets sind die intuitive und simple Bedienung gewohnt. Daher sollte auch der Inhalt und das Design der Mail darauf angepasst sein. Es gilt sich auf das Wesentliche zu beschränken. In der mobilen Ansprache ist weniger immer mehr
  • Aufmerksamkeit:
    Der Bereich „Above the fold“ ist im Bereich des mobilen E-Mail Marketings besonders wichtig. Um den Kunden zu gewinnen, müssen hier zentrale Aussagen dargestellt werden, die den Kunden zum Scrollen aktivieren.  Kurze und prägnante Schlüsselinformation sind hier entscheidend
  • Touch-Navigation:
    Touchscreen optimierte Elemente sind essentiell wichtig um den Leser zu aktivieren. Folgendes solltet ihr beachten oder verwenden:
    – Call-to-Action-Buttons
    – Absatz der Links nicht zu klein
    – Horizontales Scrollen vermeiden

 5. Sicherheit

Eines der wichtigsten Aspekte bei E-Mail Marketing ist die Sicherheit der Kundendaten. Kunden erwarten, dass ihre Daten mit größtmöglicher Sensibilität behandelt werden müssen. Bei Auswahl des Dienstleisters für E-Mail Marketing solltet ihr darauf achten, dass die Daten auf Servern in Deutschland gespeichert werden und dass die Daten nicht an Dritte weitergegeben werden.

Wie geht E-Mail Marketing?

1. Wie gehe ich vor?

Um das Vorgehen einer E-Mail Marketing zu erklären, haben wir für euch ein kleines Diagramm gebastelt.

Vorgehen E-Mail Marketing
eigene Darstellung eines E-Mail Marketing Ablaufs

 

Hier haben wir für euch mal einen Link zu einem E-Mail Marketing Crash Kurs. Darin lernt ihr Schritt für Schritt, was es alles zu beachten gibt beim Newsletter-Versand.

Video: das gibt es zu beachten beim Newsletter-Versand

Wir haben euch auch eine Checkliste erstellt.

2. Welche Anbieter gibt es und was kosten mich diese?

Es gibt viele verschiedene Anbieter auf dem Markt.

Heute möchten wir euch 5 kostenpflichtige und 5 kostenlose Softwareanbieter vorstellen und vergleichen.

Kostenpflichtige Anbieter

Logo Leistungen
 Clever Reach E-Mail Marketing
    • Ab 5 € monatlich oder Prepaid ab 20 € für 500 Emails
    • Große Auswahl an Vorlagen zur Gestaltung von Newslettern
    • Über 50 Integrationen und Schnittstellen, in erster Linie für Online-Shop-Systeme
    • Einfache Handhabung zur Automation und umfangreiche Reports
 Klick Tipp E-Mail Marketing
    • ab 27 € monatlich mit 30-Tage-Geld-zurück-Garantie
    • setzt automatisch Email-basierte Tags, sog. Smart Tags
    • Alle Kontakte sind in der zentralen ContactCloud statt in mehreren Listen verteilt
 rapidmail E-Mail Marketing
    • keine Grundgebühr, stattdessen Bezahlung nach Nutzung: 0,8 Cent pro Empfänger bei bis 2.000 Email-Adressaten einer Email; danach gibt´s Rabattstaffel.
    • Weitestgehend Standard-Features
 Backclick E-Mail Marketing
    • ab 99 € monatlich mit mehreren Flatrates
    • Support für Schnittstelleneinrichtung etc.
    • direkte Ansprechpartner in der herausgegenden Agentur ATD
 eyepin E-Mail Marketing
    • Monatsgebühren ab 18,90 € + Prepaid-Tarife ab 59 €
    • 30-Tage-Kostenlos-Angebot
    • Online-Umfragen und Event-Marketing als Spezial-Angebote

Dennoch finden wir dies eine sehr gute Alternative, vor allem für Einsteiger in diese Marketing Strategie.
Aber es gibt dazu natürlich auch kostenlose Alternativen. Jedoch ist dies oft nur ein Lockangebot für mögliche Kunden. Somit könnt ihr einen Anbieter ausprobieren und müsst dafür erstmal nichts zahlen.
Wollt ihr es groß in eurem Unternehmen aufziehen, z. B. den Verteiler erweitern, dann müsst ihr auf das Bezahlsystem dieses Anbieters umsteigen.

Kostenlose Anbieter

Logo Leistung kostenloser Tarif
Newsletter2Go E-Mail Marketing
    • 1.000 E-Mails pro Monat unabhänger der Empfängerzahl
    • Keine Limitierung der Funktionen
    • Günstige Bezahltarife
    • Telefonischer Support
    • Keine Werbung
    • Mobilfreundliche Templates
Benchmark EMail E-Mail Marketing
    • 2.000 Empfänger, bis zu 14.000 E-Mails pro Monat
    • Produkt auf deutsch; aber Firma aus USA
    • Preise in US Dollar
    •  nicht alle Funktionen
Newstroll E-Mail Marketing
    • 50.000 E-Mails pro Monat
    • Kein Template Editor
    • Viele Funktionen
    • Textbasierte Werbung am Ende jedes Newsletters
sendinblue E-Mail Marketing
    • 9.000 E-Mails pro Monat (Tageslimit: 300)
    • Drag and Drop Editor
    • E-Mails mit Werbebutton
    • Deutsche Oberfläche
mailjet E-Mail Marketing
    •  6.000 E-Mails pro Monat (Tageslimit: 200)
    • Keine hinzugefügte Werbung

Best Practice

Braucht ihr vielleicht noch Anregungen? Hier haben wir euch mal ein paar Best Practice Beispiele aufgeführt, die wir gefunden haben.


AirBnB:

 

E-Mail von airbnb
personalisierte E-Mail von airbnb

Behavioral E-Mail-Marketing: AirBnB versucht mit einer Mail am Folgetag, verwaiste Warenkörbe zum Abschluss zu bringen. AirBnB schickt Kunden, einen Tag nachdem sie eine Liste angeschaut, aber keine Buchung abgeschlossen haben, eine Mail. Sie binden sowohl die exakte Trefferliste ein, welche der Kunde am Vortag zu sehen bekommen hat, als auch relevante Treffer im selben Preissegment und Ort. Das zielt auf die Plage der verwaisten Warenkörbe ab – und zwar auf eine sehr personalisierte Art, die den Kunden zurück zum Produkt führt , sodass er dort weitermachen kann, wo er ausgestiegen ist.

Apple Music:

Apple Music E-Mail Marketing
E-Mail von Apple Music

Mit seiner Kampagne will Apple Kunden zu einer sich automatisch verlängernden Mitgliedschaft

Netflix:

E-Mail von Netflix
E-Mail von Netflix

Netflix und Amazon sind die Könige, was Empfehlungen angeht, und das setzt sich bei den Behavioral-Mails fort, die sie den Kunden zusenden. Basierend auf den Sehgewohnheiten in ihrem Produkt zeigen sie Sendungen, die sie kürzlich hinzugefügt haben und die vielleicht für den Kunden relevant sein könnten.

Wie messe ich den Erfolg von E-Mail Marketing?

KPI

Ihr habt es geschafft eine Strategie und ein Konzept zu entwickeln, eine Mail zu gestalten und mit Hilfe eines Anbieters oder auch aus eigener Kraft diese Mail an so viele Kunden wie möglich zu schicken.

Wie in jeder guten BWL Vorlesung wird jetzt der Professor sagen, egal was ihr macht, ihr müsst immer euren Erfolg messen können.

Haben eure Emails Erfolg oder ist es nur Zeit, die ihr in andere Projekte investieren könnt?

Mit den unten genannten KPI’s (Kennzahlen) könnt ihr verschieden den Erfolg und die Wirkung eures E-Mail Marketings messen.

      • Zustellrate : Diese KPI gibt an, wie viele Empfänger die Mail wirklich erreicht. Nicht einberechnet sind dabei die Bounces (siehe Bouncerate). Zur Berechnung der Zustellrate müssen die Bounces von der Versandmenge abgezogen, das Ergebnis durch die Versandmenge geteilt und mit 100 multipliziert werden.
      • Öffnungsraten : Sie gibt in Prozent an, wie viele dieser zugestellten oder auch nur versendten Mails geöffnet werden. Dabei sei noch die totale und die unique KPIs voneinander zu unterscheiden. Total gibt alle geöffneten Mails an, unique nur Einmalöffnung.
      • Klickraten: Diese Rate gibt an, wie viele Klicks es im Vergleich zur Zustellung gab.
      • Konversionsrate: wurde ein Empfänger nach dem Klick in einer Mail auf einer Website tatsächlich tätig?. Die Konversionrate gibt dies an. Dabei kann als „Tat“ ein Verkauf oder auch ein Download gelten.
      • Abmelderate: Mit dieser Kennzahl wird der prozentuale Anteil der Newsletter-Empfänger ermittelt, die sich nach einer Aussendung von einem Newsletter abmelden.
      • Bouncerate: Bounces, sogenannte Rückläufer, sind Benachrichtigungen aber nicht zugestellte E-Mails, die automatisiert an den Absender zurückgesandt werden.

 

Wohin entwickelt sich E-Mail Marketing?

Zukunft

Ist für mein Unternehmen überhaupt noch E-Mail Marketing relevant? Diese Frage können wir euch zwar nicht beantworten, dafür bräuchte man eine Glaskugel, jedoch haben wir ein paar Studien gefunden, die euch aktuelle Trends verraten und vielleicht euch die Entscheidung leichter machen können.

Studie „Digitale Trends 2017“ von Econsultancy und Adobe

Econsultancy und Adobe haben 14.000 Marketingverantwortliche zu den Digitalen Trends 2017 befragt. Im Mittelpunkt der Befragung standen die Marketing-Budgets für dieses Jahr. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar 47 Prozent der Befragten ihr Budget im E-Mail-Marketing verringern wollen, 46 Prozent hingegen planen das Budget in diesem Bereich zu erhöhen. Ein klarer Trend für oder gegen das E-Mail-Marketing zeichnet sich demnach nicht ab.

OTS Trendradar

OTS.at berichtet aktuell aus einer Studie, die unter 210 Marketinganwendern durchgeführt wurde. Der Fokus der Studie lag zwar auf Social Media Aktivitäten, allerdings gab es auch für das E-Mail-Marketing ein interessantes Ergebnis. Die Studie hat gezeigt, dass 92% der Befragten E-Mails als Kommunikationstool einsetzen. Was wieder beweist: E-Mail-Marketing ist noch lange nicht tot.

2016 Marketing Trends Survey von Selligent

Das amerikanische Beratungsunternehmen Selligent hat im November und Dezember 2015 295 Unternehmen zu ihren Marketingplanungen für 2016 befragt. Auch 2016 werden die meisten Unternehmen (ca. 60%) ihre Budgets für E-Mail-Marketing erhöhen.

Studie zur Wirkung von E-Mail-Marketing

In der Fachzeitschrift iBusiness wurde über eine interessante Studie berichtet, die die Wirkung von E-Mail-Marketing in 13 Ländern weltweit untersucht hat.

Schließlich kam die Studie zu dem Schluss, dass der Kommunikationskanal Mail eine enorme Bedeutung für so genannte RoPo-Aktivitäten hat. „RoPo“ steht für „Research Online, Purchase Offline“. Somit geht dabei also um Kunden, die sich zwar im Internet über ein Produkt informieren, dieses aber dann offline in einem Ladengeschäft kaufen. 45% der deutschen Kunden gaben an, aufgrund einer E-Mail in einem Geschäft oder über das Telefon eingekauft zu haben. Auch in Zukunft will sich ca. ein Viertel der Befragten durch E-Mails zu Offline-Käufen inspirieren lassen.

Auch Social Networks profitieren von E-Mail-Marketing. 19% der Befragten haben sich nach einer E-Mail bei einem Social Network angemeldet. (Quelle:IBusiness)

INXI Benchmark Studie 2015

Der E-Mail-Dienstanbieter INXI hat Anfang 2016 die Benchmark Studie E-Mail-Marketing vorgelegt. Daher weist die Studie einige sehr interessante Erkenntnisse auf:

      • Die Öffnungsraten von E-Mails sind im Jahr 2015 im Vergleich zu 2014 leicht gesunken und liegen sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich bei um die 30%.
      • Die Öffnungsraten schwanken hinsichtlich der Wochentage nicht wesentlich. Daher scheint die ewige Diskussion an welchem Wochentag die E-Mails versendet werden sollen eine akademische zu sein.
      • Es gibt jedoch deutlich schwankende Öffnungsraten, wenn man die Uhrzeit des E-Mail-Versands berücksichtigt. In der Nacht scheint dafür der beste Zeitpunkt zu sein.
      • Die Klickrate liegt bei ca. 6% und schwankt im Wochenverlauf.

Aktuelle Zahlen von Statista

Statista zeigt nochmal in seinem E-Mail Marketing Dossier wie die Tendenz von E-Mail Marketing verläuft.

Die Unternehmen in Deutschland nutzen immer noch E-Mail Marketing.

2016 waren es noch über 750.000 Unternehmen.

Statista E-Mail Marketing
Statistik: Anzahl der Unternehmen in Deutschland, die E-Mail Marketing nutzen

Die nachfolgende Grafik zeigt die Gesamtaufwendungen von E-Mail Marketing in Deutschland. Auch hier seht ihr hohe Beträge.

Statista E-Mail Marketing
Statistik: Gesamtaufwendungen für E-Mail Marketing in Deutschland

Fazit: 10 Do`s und Dont`s im  E-Mail Marketing

Don’ts

  • E-Mailing ist unerwünscht
  • Keine ZielgruppenunterteilungDaumen runter
  • Automatische Antwortmails ohne Mehrwert
  • Falsche Versandzyklen
  • E-Mailing ist unpersönlich
  • Dialogmöglichkeiten werden nicht genutzt
  • E-Mails landen im Spam-Filter
  • Mobiler E-Mail-Empfang wird nicht berücksichtigt
  • E-Mailing ist nicht lesefreundlich
  • Keine integrierte Kommunikation

Do’s

  • Die richtige SoftwareDaumen hoch
  • Eine Empfängerliste aufbauen
  • Richtiger Inhalt und Gestaltung dessen
  • Immer testen
  • Versandzeitpunkt
  • Um Feedback fragen
  • Mit Hilfe von verschiedenen Kennzahlen den Erfolg auswerten
  • Buttons benutzen
  • Die 1-2-3 Methode benutzen
  • Sagt Danke

Darüber hinaus findet ihr hier eine Zusammenstellung ausgewählter Quellen zu E-Mail Marketing.

Über uns:

Anna:

Bild von AnnaAnna ist Studentin an der DHBW in Heilbronn. Durch den Blog hat sie viele neue Bereiche des Online Marketings kennengelernt.

 

Marco:

Marco ist Student an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) am Standort in Heilbronn. Er konnte bereits verschiedene Einblicke im Bereich E-Commerce im Einrichtungseinzelhandel gewinnen. Im Zuge seiner Bachelorarbeit beschäftigt er sich aktuell mit der Digitalisierung des stationären Möbelhandels.